Donnerstag, 15. Januar 2015

Erholsame Tage in der "Zona cafetera" Kolumbiens

Von der 'weißen Stadt' Popayan sind wir per Bus in das Kaffeeanbaugebiet Kolumbiens gefahren. 





Die Provinz Quindio (ca. 1.300m - 1.700m) ist das Herz des kolumbianischen Kaffeeanbaus. An den Hängen der Zentralkordillere gedeiht der beste milde Kaffee der Welt, der zu den wichtigsten Exportgütern Kolumbiens gehört. Auf unserer Fahrt durch die fruchtbaren Täler konnten wir unseren Blick über die Kaffeeplantagen schweifen lassen und die hübsch bunt bemalten Holzhäuser bestaunen.



Die Landschaft ist absolut traumhaft und das nicht nur aufgrund der scheinbar endlosen Kaffeeplantagen, die sich über sanfte Hügel verteilen. Es wachsen auch überall am Wegesrand sämtliche tropische Früchte und Pflanzen, von denen wir in Deutschland nur träumen können: Bananenpalmen, Zitronen-, Orangen-, Grapefruitbäume, Mangobäume, Avokadobäume, Lycheesträucher, wild wuchernde Hibiskussträucher und viele exotische Blumen, die wir bei uns nur im Blumenladen sehen :-)



Um diese wunderschöne Gegend richtig genießen zu können, haben wir uns für drei Tage in einer absolut traumhaften Finca in der Kaffeezone einquartiert. Die Finca Villa Nora wurde Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut und ist immer noch im Besitz derselben Familie. Das Gebäude ist original erhalten, mit schönen alten Möbeln eingerichtet und ausgesprochen gepflegt. Man fühlt sich dort, als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Zwei Hausdamen haben sich rührend um uns gekümmert (außer uns gab es nur noch zwei andere Gäste) und alle Wünsche wurden erfüllt, bevor man überhaupt etwas sagen musste.





Auch die Besitzer Dona Nora und Don Roberto waren super lieb und haben uns voller Stolz ihr Anwesen inklusive Bananen- und Kaffeeplantagen gezeigt. Bei einer Tour durch den Garten wurden uns alle Bäume und Sträucher erklärt und nachdem wir alle Früchte aus eigenem Anbau gekostet hatten, hatten wir einen großen Obstsalat im Bauch :-)






Kaffeesträucher 










Montag, 12. Januar 2015

Von Galapagos bis ins südliche Kolumbien

Insgesamt bewegen wir uns in Südamerika ganz langsam von Süden nach Norden. Unser südlichster Punkt war wohl ungefähr Santiago de Chile und unsere nördlichster Punkt wird die Karibikküste von Kolumbien werden. Eine Zeitlang hatten wir noch über einen Abstecher nach Panama nachgedacht, aber dann herausgefunden, dass zwischen Kolumbien und Panama keine wirkliche Landgrenze besteht. Zwischen den beiden Ländern befindet sich undurchdringbarer Dschungel und es gibt keine Straßen, die die beiden Länder verbinden.

Die Galapagosinseln waren ein Abstecher gen Westen, in den Pazifik.
Dieser Abstecher hat sich sehr gelohnt, denn die Tierwelt auf den Inseln war grandios. Zurück zum Festland sind wir natürlich wieder geflogen. Nur lag der Flughafen nicht auf der großen Insel 'Santa Cruz', sondern auf der Nachbarinsel 'Baltra'. Das machte den Abreisetag von der Insel etwas kompliziert und lang.

Zuerst ging es mit dem Taxi zur etwas außerhalb des Ortes gelegenen Busstation. Von der mit dem lokalen Bus ca. eine Stunde bis zum Fähranleger. Von dort setzen wir in einem kleinen Boot zur Flughafeninsel über. Dann noch einmal 15 Minuten per Bus zum Flughafen.
Der zweistündige Flug ging erst nach Guayaquil, der zweitgrößten Stadt Ecuadors. Dort wurde aufgetankt und neue Gäste eingeladen. Und 45 Minuten später flogen wir weiter nach Quito.
Dort angekommen haben wir unser Gepäck eingesammelt und sind mit dem Taxi zur nördlichen Busstation Quitos gedüst. Von dort dann den 5 Stunden Überlandbus nach Tulcan. 

Die Stadt liegt direkt an der Grenze zu Kolumbien, ansonsten gibt es dort keine Attraktionen. In Tulcan kamen wir kurz vor 22 Uhr an und brauchten eine Bleibe für die Nacht, denn am nächsten Morgen sollte es möglichst früh nach Kolumbien gehen. Wir hatten gelesen, dass morgens früh an der Grenze wenig los ist.
Die Bleibe in Tulcan war auch wirklich nicht mehr. Das schlimmste Zimmer, was wir bislang hatten. Klein, ohne Fenster und trotzdem roch es nach der Hähnchenbraterei, die unter dem Hotel gelegen war. Das Badezimmer war winzig und das Duschwasser wurde durch Heizspiralen direkt im Duschkopf erhitzt. Die Kabel waren jedoch nicht gut isoliert - brrrrrrr.
Warum wir das 'Hotel' genommen haben? Es lag direkt am Busbahnhof und wir waren völlig kaputt vom Tag und dem vielen Umsteigen.
Übrigens Kostenpunkt der Übernachtung : 14 US-Dollar fürs Doppelzimmer.

Die Grenze zu Kolumbien am nächsten Morgen war dann sehr entspannt. Taxi zur ecuadorianischen Seite der Grenze. Ausreisestempel. Fußweg über eine Fluß nach Kolumbien. Einreisestempel. Weiterfahrt mit einem Collectivo (= Sammeltaxi ) zur nächsten Stadt Ipiales. Von dort dann mit dem Bus nach Pasto, der südlichen, größeren Stadt in Kolumbien.




Von Pasto haben wir einen Ausflug zur Laguna de La cocha gemacht. Landschaftlich sehr schön, allerdings zum einem Ausflugsziel für kolumbische Touristen entwickelt. Man wäre gerne die Schweiz Kolumbien. Leider ist der Touristenort weit davon entfernt...











Mittwoch, 7. Januar 2015

Galapagos Teil II

Nachdem wir drei Tage auf der Insel San Cristobal verbracht hatten, sind wir am Freitag mit dem "Schnellboot" auf die benachbarte Insel Santa Cruz übergesetzt. Bei dem Schnellboot handelt es sich um eine Art kleine Yacht, auf der ca. 30 Personen ziemlich eng aufeinander gequetscht in 2,5 Stunden von Insel zu Insel gebracht werden. Wir haben die Fahrt zum Glück gut überstanden und hier ein schönes Hotel gefunden.








Santa Cruz ist der touristische "Hotspot" der Galapagos Inseln und es ist  hier deutlich touristischer als auf San Cristobal. Trotzdem gibt es auch hier sehr viele ursprüngliche Flecken und neben traumhaften Stränden auch tropische "highlands" mit überwucherten Vulkankratern, Lavatunneln - und ganz vielen frei lebenden Reisenschildkröten :-)








Auch auf dieser Insel haben wir viel auf eigene Faust erkundet, zum Beispiel die Charles Darwin Schildkröten Aufzuchtfarm




oder ein Ausflug zu Las Grietas:






Nachdem wir vor ein paar Tagen schon einen tollen Bootsausflug zu Leon Dormido gemacht hatten, bei dem wir zwischen Seelöwen, Schildkröten, Rochen und Haien geschnorchelt sind, stand gestern eine weitere Bootstour auf dem Programm. Und wir wurden nicht enttäuscht - auch diesmal paddelten Seelöwen und Schildkröten im kristallklaren Wasser um uns herum und wir haben einige Haie gesehen. Mittagspause gab es am Traumstrand mit Blick auf Schildkröten, die hier ihre Nester haben:







Freitag, 2. Januar 2015

Galapagosinseln, Teil 1

Galapagosinseln: weltberühmt für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Die 24 Inseln liegen fast 1000 km vor der Küste Ecuadors mitten im Pazifik. Erreichbar nur per Flugzeug. Mit Lebensmitteln und anderen Gütern wird die Inselgruppe alle paar Tage mit einem Frachtschiff versorgt - das braucht 3 Tage.

Wir sind mit dem Flieger gekommen und das ist absichtlich teuer, denn die Regierung möchte allzuviele Besucher vermeiden. Schon am Flughafen in Quito ging  es mit den Vorschriften los. Sämtliches Gepäck wurde dort auf Pflanzen, Lebensmittel, Samen, etc. gecheckt. Erst nach Erhalt der entsprechenden Bestätigung durften wir für den Flug Einchecken. Auch wurde uns in Quito durch die Inselbehörde unsere Aufenthaltserlaubnis ausgestellt. 
(Sylvester, unser Flugtag zur Insel, wird in Ecuador auch zum Anlass genommen sich ein wenig zu verkleiden )


Auf der Insel San Cristobal, wo wir gerade sind, befindet sich einer der zwei Flughäfen. Dort wird das Gepäck dann noch einmal mit Spürhunden auf unerlaubte Gegenstände kontrolliert. Und hier haben wir auch das Eintrittsgeld von 100 USD pro Person gezahlt.
Die Tierwelt ist so besonders, da die Inseln nie mit dem Festland verbunden waren und die Tiere nur sehr wenig Angst vor Menschen haben. Man kommt so dicht an die Tiere ran, dass man einen natürlichen Abstand hält. Die Tiere laufen, schwimmen oder fliegen nur selten weg.
Dies gilt insbesondere für die Seelöwen, die wir überall treffen.




Aber auch Vögel.




Ganz besonders haben es uns die Marine Iguanas angetan. Sie liegen sehr photogen in der Sonne, denn sie wärmen sich vor ihren Tauchgängen gerne auf.







Erwähenswert ist noch, dass sämtliche Tiere hier in Freiheit leben und wir als Besucher sie einfach bei Spaziergängen 'entdecken'.



Aber auch die Stranderholung kommt nicht zu kurz. Schließlich liegen die Inseln direkt am Equator.